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Thomas Fischer LL.M.

 


 

  Welche Kosten entstehen bei einem Rechtsanwalt?

 

       Die gesetzlichen Rechtsanwaltsgebühren richten sich bei der gerichtlichen Vertretung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) Bitte beachten Sie, dass die Höhe der Gebühren nach dem Streitwert richtet. Für die außergerichtliche Beratung muss eine Gebührenvereinbarung getroffen werden, weil es keine gesetzlichen Gebühren für die anwaltliche Beratung mehr gibt. Die Höhe der Gebühren bei einer Honorarvereinbarung ist abhängig von der wirtschaftlichen Bedeutung der Angelegenheit, dem Arbeitsaufwand und dem anwaltlichen Haftungsrisiko.

       Wenn Sie nur über ein geringes Einkommen verfügen, besteht die Möglichkeit, Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe zu beantragen.

       Die Beratungshilfe umfasst die außergerichtliche Beratung und Vertretung. Dabei haben Sie einen Eigenanteil von 10,00 € zu tragen. Bedürftigkeit liegt stets vor, wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen. Beratungshilfe wird Ihnen aber nur dann bewilligt, wenn die Rechtsverfolgung nicht mutwillig ist und es keine kostengünstige Möglichkeit der Beratung und Vertretung (z.B. durch die Schuldnerberatung) gibt. Wenn Sie glauben, einen Anspruch auf Beratungshilfe zu haben, gehen Sie bitte mit Nachweisen über Ihr Einkommen und Ihre notwendigen Ausgaben zum für Sie zuständigen Amtsgericht und beantragen dort die Ausstellung des Berechtigungsscheins für die Beratungshilfe. Mit diesem Berechtigungsschein können Sie dann einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl aufsuchen.

       Die Prozesskostenhilfe wird bewilligt für die gerichtliche Vertretung durch einen Rechtsanwalt. Voraussetzung für die Gewährung ist, dass das Gericht eine hinreichende Erfolgsaussicht der Klage bzw. der Verteidigung gegen eine Klage bejaht.

      Prozesskostenhilfe können Sie sowohl als Kläger als auch als Beklagter beantragen. Beachten Sie aber bitte, dass von der Prozesskostenhilfe immer nur die Gerichtskosten und die Kosten für den eigenen Rechtsanwalt umfasst sind. Die Kosten des Gegenanwalts müssen Sie also trotz Bewilligung von Prozesskostenhilfe tragen, wenn Sie den Rechtsstreit verlieren.